Programm

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Einen Plan in dem Veranstaltungsort sowie Zeit festgehalten sind für Veranstaltungen, die drinnen stattfinden sowie Veranstaltungen die bei Schlechtwetter in Lokale ausweichen werden, gibt es auf dieser Seite weiter unten. Weitere Änderungen werden vorort bekanntgegeben./ There is a schedule below where the locations for program points which will take place indoors, or the location of program points if it shall rain are announced. Spontaneous changes will be announced at the bookfair.

Am Freitag und Samstag wird es vorort, neben dem Kinderbuchstand eine “Kinderecke” geben wo Beschäftigung und Betreuung angeboten werden. / On Friday and Saturday there will be a stand with books for children and some kid’s program.

Veranstaltungen können wenn nötig ins Deutsche bzw Englische übersetzt werden./ Events shall be translated into English/ German if need be.


Friday:

WORKSHOP – Eingreifen in (rassistische) Polizei-Schikanen -> read more
 14:00-19:00
Anarchistisches Raumprojekt stellt vor: -> read more
 14:30-15:30
Anargrammatischer Stammtisch – Ein Fassadenspiel mit Wiener Ex-Geschäften-> read more
 16:00-18:00
Vortrag und Diskussion: Kleine Geschichte des Anarchismus in Österreich der ersten Hälfte des 20. Jhdt -> read more
 16:00-17:30
Gemeinsames Abendessen (VOKÜ)/ public “soup” kitchen
 Ab 18:00
Zwangsräumungen verhindern – (nicht nur) ein Spiel -> read more  17:00-18:00

Saturday:

Es gibt Mittagessen/ Saftbar/ Kuchen und Kaffee!/ Lunch, juice, cake and coffee supply!

Politisch Schreiben 11:30-13:00
Offen auf dem Tisch- Schreibbande läd zum Schreiben
13:00-17:00
Röszke11 – When refugees are portrayed as terrorists – INFOTALK ->read more 11:30-13:00
Veganes Mittagessen (vegan public “soup” kitchen) + KONZERT: Chris Toff (words, songs & stories/ Wörter, Liadln, Gschichtln) [Lesung/Performance INKI – Das radikale Tintenfass auf Sonntag 12:00 verschoben]
13:00-14:00
Party im EKH- Mit Film um 19:30 -> read more
Ab 19:00
Lesung: Die legendären Fingerhutgeschichten der Wiener Metallwarenfabrik Settmacher-> read more 14:00-15:00
Vorstellung des Leitfadens für Hausprojekte -> read more 15:00-16:00
Buchbindeworkshop/ Bookbindingworkshop
14:00-17:00
Veranstaltung: Hackln im Häfn: Niedriglohnzone Knast?-> read more 16:00-17:30

Konzert: alles UN ordnung (folk trash punk) 17:30-18:00

Sunday:

Brunch: Auch gerne selber was mitbringen!/ Don´t hesitate to also bring your own! + Lesung/ Performance: INKI – das radikale Tintenfass
12:00
Discussion – “Current struggles in the housing movements in and out of Bucharest”
12:00-13:30
Neuer Straftatbestand gegen „Staatsfeinde” ->read more
14:00-15:30

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english:

 

Freitag, Friday:

Workshop: Eingreifen in (rassistische) Polizei- Schikanen

Workshop mit Methoden aus dem Theater der Unterdrückten

Freitag, 2. Juni, 14:00-18:30. Ort: Kunsttankstelle, Grundsteingasse 45-47, 1160 Wien

Im Workshop loten wir Strategien zum Eingreifen in (rassistische) Polizei-Schikanen aus. Wir arbeiten mit Methoden aus dem Theater der Unterdrückten und gehen von unseren eigenen Erfahrungen als eingreifende oder betroffene Personen aus. Dabei stehen solidarische Handlungsmöglichkeiten im Zentrum und nicht der rechtliche Rahmen.

Lass keine_n mit der Kiberei allein? Klar! Aber fragst du dich auch: Wie kann ich eigentlich intervenieren oder solidarisch beobachten?

Im Workshop loten wir Strategien zum Eingreifen in Kieberei Schikanen und (rassistische) Polizeikontrollen aus.

Dabei arbeiten wir mit Methoden aus dem Theater der Unterdrückten. Material sind unsere eigenen Erfahrungen, die wir als Eingreifende oder Betroffene von Kiberei-Schikanen mitbringen. Dabei stehen Handlungsmöglichkeiten in Solidarität mit Betroffenen im Zentrum  und nicht der rechtliche Rahmen. 

Workshop in Progress: Der Workshop ist in Entwicklung und als Prozess gestaltet, in den die Teilnehmer_innen sich und ihre Erfahrungen einbringen.

https://wasgeht.noblogs.org

Anarchistisches Raumprojekt stellt vor:

Es soll ein anarchistisches Raumprojekt entstehen, um rebellische Individuen sowie herrschaftskritische Theorie und Praxis in Wien zu bestärken!

Warum ein Raumprojekt?

Derzeit fehlt uns in Wien ein Ort, an dem sich Menschen, die Interesse am Anarchismus und gelebter Herrschaftsfreiheit haben, treffen und austauschen können. Wir denken, dass durch einen solchen Ort anarchistische Theorie und Praxis gestärkt und Individuen in ihrem Handeln bestärkt werden können.

Genau deswegen soll ein neuer Raum entstehen!

Es soll dabei kein weiterer Szenetreff geschaffen werden, sondern ein Ort, der verschiedene Menschen mit verschiedenen Hintergründen in verschiedenen Lebenslagen anspricht.

Das heißt, dass wir das Zusammenkommen verschiedener anarchistischer Strömungen, Generationen, Herkünfte, Genderidentitäten, Bildungsgrade etc. ermöglichen wollen.

Dabei ist uns bewusst, dass wir alle von gesellschaftlichen Verhältnissen geprägt sind und es uns oft schwer fällt, wertschätzend und herrschaftsfrei miteinander umzugehen. Was jedoch entscheidend ist, ist der gemeinsame Anspruch uns ständig weiterentwickeln zu wollen – und das jenseits von neoliberaler Selbstoptimierungslogik!

Dafür soll in diesem Raum eine (nicht nur dem Namen nach) anarchistische Bibliothek und ein Infoladen entstehen. Es können Diskussionen, Vorträge und eine Schreibwerkstatt veranstaltet werden. Diverse anarchistische Gruppen können ihre Treffen und Veranstaltungen an diesem Ort abhalten.

Auch soll ein Raum für Workshops und kreative DIY-Veranstaltungen sowie ein anarchistisches Café zum Abhängen und Austauschen geschaffen werden.

Uns ist wichtig, dass dieser Raum weder bloß konsumiert noch als Dienstleistung wahrgenommen wird. Wenn du jedoch Ideen im Kopf hast, wollen wir dich beim Planen und Organisieren von solidarischen Projekten unterstützen!

Selbstorganisierung ist uns wichtig!

Da wir bisher noch keinen passenden Raum finden konnten haben wir mit dem Perpetuum Mobile Kollektiv eine Möglichkeit gefunden, unsere Idee und unsere Projekte bereits jetzt in die Praxis umzusetzen. Bis zum Sommer laden wir euch jeden Montag zum anarchistischen Cafe ein, wo wir gemeinsam Filme schauen, diskutieren oder einfach nur abhängen und Café trinken 😉

Anargrammatischer Stammtisch

Ein Fassadenspiel mit Wiener Ex-Geschäften

Die Reklameaufschrift hat ausgedient – und macht sich selbständig: Was will die PUTZEREI, das SCHUHSERVICE, der FLEISCHHAUER uns eigentlich sagen? Mittels Pappkandidaten kannst du die bestehenden Aufschriften auf ihre versteckte Botschaften abklopfen und die vorhandenen Buchstaben zu neuen Texten zusammensetzen. Eine ganz analoge Fassaden-APP (Anagrammieren, Permutieren, Pervertieren).

 

Vortrag und Diskussion: Kleine Geschichte des Anarchismus in Österreich der ersten Hälfte des 20. Jhdt

von Peter Haumer und Andreas Gautsch (Institut für Anarchismusforschung)

Anhand unserer bisher veröffentlichten Broschüren zu Personen und Gruppen der anarchistischen Bewegung, wie Leo Rothziegel, Alfred Saueracker und der steirischen antifaschistischen Gruppen Licht und Brot und Freiheit werden wir einen kurzen historischen Überblick der anarchistischen Bewegung geben. Nicht fehlen dürfen natürlich auch die Arbeitskämpfe, wie die Ereignisse des Buchdruckerstreik 1914 und die syndikalistischen Organisierungsversuche jener Zeit. Ein weiteres Thema wird auch die kurze revolutionäre Phase nach dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie 1918 sein. Worüber wir im kommenden Jubeljahr noch ausführlicher forschen wollen. Jedoch dazu mehr bei der Veranstaltung. https://anarchismusforschung.org/

 

Samstag, Saturday:

Offen auf dem Tisch

Die anarchistisch-feministische Schreibbande lädt zur zornigen, traurigen, lustigen Flugblattproduktion, zum Aufschreiben von Polizeischikanen, zum Schreiben von Postkarten an Gefangene. Samstag 3. Juni, 13:00 bis 17:00

 

When refugees are portrayed as terrorists

Infotalk about the solidarity campaign “Free the Röszke11 – Solidarity
with the imprisoned refugees in Hungary!”

In September 2015 Hungary sealed off its border to refugees arriving via
the so-called Balkanroute. Thousands of people became stranded at the
Hungarian fence; days of protests and conflicts with Hungarian border
guards followed. During the clashes, the Hungarian police arbitrarily
arrested 11 people and accused them of ‘illegal border crossing’,
‘participation in mass riots’ and ‘terrorism’ (in Ahmad H.’s case). The
accused have been charged with 1 to 10 years in prison. The prosecutor
as well as the defense lawyers appealed the sentences. The processes are
therefore continuing on the second level of court. A transnational
solidarity alliance is calling for the release of the imprisoned and is
supporting them locally.

The Röszke 11 case shows clearly that refugees who do not behave like
victims that need saving – but claim and demonstrate for their rights –
are systematically criminalised. But Hungary should not be seen as an
exception; in other European countries as well refugees who dare to
protest have trials running against them. All over Europe the current
discourse on ‘security’ and on states’ right to protect their borders is
dominant. What does it mean when refugee-protests are constructed as
acts of terrorism? What can we learn from the current developments in
Hungary, where the far-right Fidesz party is already the ruling party?
There, the last rights that refugees have are being suspended, civil
society is intimidated and solidarity-activists criminalised.

On June 15th there will the second-level trial against Ahmed H. in
Szeged/Hungary. During the info talk, we will inform about the ongoing
trials & the solidarity campaign and we will discuss the current
developments in Hungary.

The info talk will be in English.

Current information about the solidarity campaign:
freetheroszke11.weebly.com/

 

Sole Noir
präsentiert:

Die legendären Fingerhutgeschichten der Wiener Metallwarenfabrik Settmacher

 

Eine szenische Lesung von Korrespondenzen der Metallwarenfabrik
Settmacher, die in der Linzerstraße im 14. Bezirk ihre Niederlassung
hatte und über hundert Jahre existierte. Die Lesung besteht aus
literarischen und historischen „found footage“ aus dem Dachboden der
aufgelassenen Firma und Onlineartikel. Die Lesung gibt ungewöhnliche
Einblicke in den Alltag einer Fingerhutfabrik während des Zweiten
Weltkrieges …
www.solenoir.org/

 

 

Vorstellung des Leitfadens für Hausprojekte:

Das Willy*Fred präsentiert am Samstagnachmittag erstmals seinen nigelnagelneuen Leitfaden für Hausprojekte in Österreich. Mit dem Leitfaden haben Menschen des habiTAT-Projektes in Linz all ihre Know-How in ein 48 Seitiges Heft gepackt und einen Selbstbaukit für neue Projekte gebastelt. Dabei möchten sie die Erfahrungen und das Wissen des Willy*Fred Projekts so vielen Menschen wie möglich zugänglich machen und die Schaffung vieler unabhängiger Räumen fördern. Unterstützt wurde das Projekt der Hausgruppe durch den KupfOö-Innovationstopf und soll nach der Sommerpause in einzelnen Städten in ganz Österreich vorgestellt werden. Ebenso wir der Leitfaden ab Juli unter einer Creative Commons Lizens auf der habiTAT-homepage frei zum download zur Verfügung stehen.

 

Veranstaltung: Hackln im Häfn: Niedriglohnzone Knast?

In Österreichs Gefängnissen müssen Inhaftierte arbeiten, für den Knast,
für die eigene Versorgung und für externe Unternehmen. Von
Fließbandarbeit bis hin zur Facharbeit sind die unterschiedlichsten
Tätigkeiten möglich – einheitlich ist eigentlich nur der extrem niedrige
Lohn, die fehlende Möglichkeit in Krankenstand zu gehen oder in die
Pensionskasse einzuzahlen.

In dieser Veranstaltung wird darüber berichtet, wie die
Arbeitsbedingungen sind, wie es den Inhaftierten damit geht und wie sie
ihre Situation zu verbessern versuchen. Es wird auch die Möglichkeit
geben gemeinsam zu überlegen, wie wir Inhaftierte in ihren Forderungen
unterstützen können.

Party im EKH -mit Film

Am Samstag Abend, anschließend an die Buchmesse, wird im Ernst Kirchweger Haus ein Film gezeigt und währenddessen/ danach Party passieren. Für Auflegerei wird gesorgt.

Zum Film: Projekt A:

Der Dokumentarfilm PROJEKT A taucht ein in die vielschichtige Welt der Anarchisten und bricht mit den gängigen Klischees über Steinewerfer und Chaoten. Er eröffnet viel mehr den Blick auf eine Bewegung, die das Unmögliche fordert, an den Grundfesten unserer Gesellschaft rüttelt und gerade deshalb das Augenmerk auf zentrale ungelöste Fragen unserer Zeit lenkt. Der Film handelt von einer politischen Bewegung, ihrer Theorie und den Menschen, die sich für deren Verwirklichung einsetzen.

Hanna, Mariano, Didac, Margarita und Makis sind Anarchisten. Sie träumen von einer freien Gesellschaft. Sie entwerfen konkrete Visionen einer anderen Welt und versuchen diese in ihrem Leben umzusetzen. Sie glauben daran, dass Menschen herrschaftsfrei leben können, ohne Staat, ohne Polizei, ohne Gesetze und Justiz – aus heutiger Sicht eine absurde Vorstellung.
Ihr Leben ist ein Ringen mit Obrigkeiten, Konventionen und Vorurteilen. Egal ob in Spanien, Griechenland oder Deutschland, überall treten sie für ihre Ideale ein und bleiben trotz aller Rückschläge und auch Repressionen durch den Staat kämpferisch. Anarchie ist ein radikaler Ansatz und die Protagonisten von PROJEKT A stellen die Grundprinzipien der kapitalistischen Weltordnung in Frage.

Und damit sind sie nicht mehr alleine. Zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus stellen weite Teile der Gesellschaft ebenso den Kapitalismus als zukunftsfähiges Gesellschaftsmodell in Frage. Welche Alternativen bietet der Anarchismus?

PROJEKT A geht dieser alten und zugleich neuen Idee nach und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise zu anarchistischen* Projekten.

Trailer: http://www.projekta-film.net/de/

 

Sonntag, Sunday:

Neuer Straftatbestand gegen „Staatsfeinde”

Mit einem neuen Straftatbestand (§ 246a StGB) sollen in Zukunft „staatsfeindliche Bewegungen” kriminalisiert werden. Eigentlich richtet sich der Paragraph gegen Gruppierungen wie die „Reichsbürger”, bei näherem Hinschauen, stellt er sich aber auch als Gefahr für radikale Linke dar. Unter den neuen Begriff der „staatsfeindlichen Bewegung” fallen schon lose Zusammenschlüsse ab 30 Personen, die „die Hoheitsrechte der Republik Österreich, der Bundesländer oder der Gemeinden und ihrer Organe nicht anerkennen”, wenn der Zweck der „Bewegung” ist, „auf gesetzwidrige Weise die Vollziehung von Gesetzen, Verordnungen, oder sonstigen Entscheidungen der Behörden zu verhindern” – möglicherweise also schon eine Sitzblockade auf einer antinationalen Demo. Nach einem Input darüber, was der Entwurf genau vorsieht, wollen wir über mögliche Auswirkungen diskutieren.