Programm

tba.

Genaue Zeiten folgen noch!/ Proper timeline is coming up!

Am Freitag und Samstag wird es vorort, neben dem Kinderbuchstand eine “Kinderecke” geben wo Beschäftigung und Betreuung angeboten werden.


Friday:

 WORKSHOP – Kiwarei was geht?

Saturday:

Röszke11 – When refugees are portrayed as terrorists – INFOTALK ->read more
Party im EKH- Mit Film.-> read more
Lesung: Die legendären Fingerhutgeschichten der Wiener Metallwarenfabrik Settmacher-> read more
Buchbindeworkshop
 Veranstaltung: Hackln im Häfn: Niedriglohnzone Knast?-> read more

Sunday:

“Neuer Straftatbestand gegen „Staatsfeinde” ->read more

 

 

Samstag, Saturday:

When refugees are portrayed as terrorists

Infotalk about the solidarity campaign “Free the Röszke11 – Solidarity
with the imprisoned refugees in Hungary!”

In September 2015 Hungary sealed off its border to refugees arriving via
the so-called Balkanroute. Thousands of people became stranded at the
Hungarian fence; days of protests and conflicts with Hungarian border
guards followed. During the clashes, the Hungarian police arbitrarily
arrested 11 people and accused them of ‘illegal border crossing’,
‘participation in mass riots’ and ‘terrorism’ (in Ahmad H.’s case). The
accused have been charged with 1 to 10 years in prison. The prosecutor
as well as the defense lawyers appealed the sentences. The processes are
therefore continuing on the second level of court. A transnational
solidarity alliance is calling for the release of the imprisoned and is
supporting them locally.

The Röszke 11 case shows clearly that refugees who do not behave like
victims that need saving – but claim and demonstrate for their rights –
are systematically criminalised. But Hungary should not be seen as an
exception; in other European countries as well refugees who dare to
protest have trials running against them. All over Europe the current
discourse on ‘security’ and on states’ right to protect their borders is
dominant. What does it mean when refugee-protests are constructed as
acts of terrorism? What can we learn from the current developments in
Hungary, where the far-right Fidesz party is already the ruling party?
There, the last rights that refugees have are being suspended, civil
society is intimidated and solidarity-activists criminalised.

On June 15th there will the second-level trial against Ahmed H. in
Szeged/Hungary. During the info talk, we will inform about the ongoing
trials & the solidarity campaign and we will discuss the current
developments in Hungary.

The info talk will be in English.

Current information about the solidarity campaign:
freetheroszke11.weebly.com/

 

Sole Noir
präsentiert:

Die legendären Fingerhutgeschichten der Wiener Metallwarenfabrik Settmacher

 

Eine szenische Lesung von Korrespondenzen der Metallwarenfabrik
Settmacher, die in der Linzerstraße im 14. Bezirk ihre Niederlassung
hatte und über hundert Jahre existierte. Die Lesung besteht aus
literarischen und historischen „found footage“ aus dem Dachboden der
aufgelassenen Firma und Onlineartikel. Die Lesung gibt ungewöhnliche
Einblicke in den Alltag einer Fingerhutfabrik während des Zweiten
Weltkrieges …
www.solenoir.org/

Veranstaltung: Hackln im Häfn: Niedriglohnzone Knast?

In Österreichs Gefängnissen müssen Inhaftierte arbeiten, für den Knast,
für die eigene Versorgung und für externe Unternehmen. Von
Fließbandarbeit bis hin zur Facharbeit sind die unterschiedlichsten
Tätigkeiten möglich – einheitlich ist eigentlich nur der extrem niedrige
Lohn, die fehlende Möglichkeit in Krankenstand zu gehen oder in die
Pensionskasse einzuzahlen.

In dieser Veranstaltung wird darüber berichtet, wie die
Arbeitsbedingungen sind, wie es den Inhaftierten damit geht und wie sie
ihre Situation zu verbessern versuchen. Es wird auch die Möglichkeit
geben gemeinsam zu überlegen, wie wir Inhaftierte in ihren Forderungen
unterstützen können.

Party im EKH -mit Film

Am Samstag Abend, anschließend an die Buchmesse, wird im Ernst Kirchweger Haus ein Film gezeigt und währenddessen/ danach Party passieren. Für Auflegerei wird gesorgt.

Zum Film: Projekt A:

Der Dokumentarfilm PROJEKT A taucht ein in die vielschichtige Welt der Anarchisten und bricht mit den gängigen Klischees über Steinewerfer und Chaoten. Er eröffnet viel mehr den Blick auf eine Bewegung, die das Unmögliche fordert, an den Grundfesten unserer Gesellschaft rüttelt und gerade deshalb das Augenmerk auf zentrale ungelöste Fragen unserer Zeit lenkt. Der Film handelt von einer politischen Bewegung, ihrer Theorie und den Menschen, die sich für deren Verwirklichung einsetzen.

Hanna, Mariano, Didac, Margarita und Makis sind Anarchisten. Sie träumen von einer freien Gesellschaft. Sie entwerfen konkrete Visionen einer anderen Welt und versuchen diese in ihrem Leben umzusetzen. Sie glauben daran, dass Menschen herrschaftsfrei leben können, ohne Staat, ohne Polizei, ohne Gesetze und Justiz – aus heutiger Sicht eine absurde Vorstellung.
Ihr Leben ist ein Ringen mit Obrigkeiten, Konventionen und Vorurteilen. Egal ob in Spanien, Griechenland oder Deutschland, überall treten sie für ihre Ideale ein und bleiben trotz aller Rückschläge und auch Repressionen durch den Staat kämpferisch. Anarchie ist ein radikaler Ansatz und die Protagonisten von PROJEKT A stellen die Grundprinzipien der kapitalistischen Weltordnung in Frage.

Und damit sind sie nicht mehr alleine. Zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus stellen weite Teile der Gesellschaft ebenso den Kapitalismus als zukunftsfähiges Gesellschaftsmodell in Frage. Welche Alternativen bietet der Anarchismus?

PROJEKT A geht dieser alten und zugleich neuen Idee nach und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise zu anarchistischen* Projekten.

Trailer: http://www.projekta-film.net/de/

 

Sonntag, Sunday:

Neuer Straftatbestand gegen „Staatsfeinde”

Mit einem neuen Straftatbestand (§ 246a StGB) sollen in Zukunft „staatsfeindliche Bewegungen” kriminalisiert werden. Eigentlich richtet sich der Paragraph gegen Gruppierungen wie die „Reichsbürger”, bei näherem Hinschauen, stellt er sich aber auch als Gefahr für radikale Linke dar. Unter den neuen Begriff der „staatsfeindlichen Bewegung” fallen schon lose Zusammenschlüsse ab 30 Personen, die „die Hoheitsrechte der Republik Österreich, der Bundesländer oder der Gemeinden und ihrer Organe nicht anerkennen”, wenn der Zweck der „Bewegung” ist, „auf gesetzwidrige Weise die Vollziehung von Gesetzen, Verordnungen, oder sonstigen Entscheidungen der Behörden zu verhindern” – möglicherweise also schon eine Sitzblockade auf einer antinationalen Demo. Nach einem Input darüber, was der Entwurf genau vorsieht, wollen wir über mögliche Auswirkungen diskutieren.